Im Auftrag der Lehre

Neubau des Zentralberufsschulgebäudes in der Seestadt Aspern, Wien

Sieben Berufsschulen für jährlich über 7.000 SchülerInnen unter einem Dach – das ist das Vorhaben der Stadt Wien für die Zentrale Berufsschule, die in den kommenden Jahren in der Seestadt Aspern entstehen wird. Unsere Wettbewerbsaufgabe war es, dieses voluminöse Gebäude städtebaulich elegant in das heterogene Viertel einzugliedern, die bestehenden Bildungsbauten gekonnt zu ergänzen und dabei die unterschiedlichen räumlich-pädagogischen Konzepte in drei Clustern unterzubringen. Nämlich auch so, dass die BerufsschülerInnen sich untereinander austauschen und eine spartenübergreifende Lehre möglich ist. 

Details

Auftraggeber

Stadt Wien

Status

Idee

NGF

28.700 m²

Auszeichnungen

3. Preis

Realitätsnahe Übungswelten

Insgesamt 60 Berufe können die Lehrlinge in Zukunft in der neuen Zentralberufsschule erlernen, von der Stuckateurin über den Einzelhandelskaufmann bis zur Sportadministratorin. Thematisch ist die Schule hierfür in drei Cluster geteilt: Baugewerbe, Einzelhandel und Büro. Besonders wichtig sind die realitätsnahen Berufswelten, die den späteren Arbeitsalltag simulieren. Auf mehreren Geschoßen bringen wir eine Shopping Mall mit Geschäften, Bankfilialen und Reisebüros unter, eine Bürowelt stellt die zukünftigen Arbeitsbedingungen für Bürolehrlinge dar. Der Baugewerbe-Cluster beinhaltet zweigeschoßige Werkstätten, die sich in Richtung der Opel-Werke richten – so macht es nichts aus, wenn die zukünftigen HandwerkerInnen laut hämmern, bohren und sägen. Die Bildungsräume orientieren wir hingegen in Richtung Edith-Piaf-Straße, um diesen mehr Ruhe zu gewähren. Was jedoch alle drei Cluster gleich haben: Freibereiche bieten Platz für Unterricht unter freiem Himmel, zum Erholen und Pausengenießen. So umgibt ein umlaufender Balkon den Handel-Cluster, der Büro-Cluster ist mit Loggien ausgestattet und die Werkstätten öffnen wir mit großen Terrassen in Richtung Garten.

»Die innere Organisation des Gebäudes überzeugt mit Kompaktheit und einer vielfältigen räumlichen Qualität in der Anordnung der Cluster.«

Auszug aus dem Juryprotokoll

Teamplayer im Bildungsquartier

Städtebaulich war uns wichtig, das wuchtige Gebäude kleinteilig und überschaubar zu planen, jedem Cluster seine identitätsstiftende Fassade und eigenen Vorplatz zu geben und im Erdgeschoß eine Verbindung innerhalb des Gebäudeensembles herzustellen. Die Vor- und Rücksprünge der Fassaden und die kleinen Vorplätze an der Edith-Piaf-Straße werten den Straßenraum auf, zusätzlich schaffen wir eine Präsenz in Richtung Hannah-Arendt-Park und somit eine neue Achse ins Quartier. 

 

»Wesentlich war uns, das Grundstück möglichst wenig zu bebauen und einen großen Garten zu schaffen, in dem sich dann ein Teich, Sportanlagen und Ruheplätze für die SchülerInnen befinden. «

Suvi Repo, Franz&Sue-Projektleiterin

Grundriss Erdgeschoß

Grundriss Obergeschoß 2

Ansicht

Schnitt

Lageplan

Index/Count
Auftragsart

EU-weiter, offener, zweistufiger Realisierungswettbewerb

Auftraggeber

Stadt Wien

BGF

44.100 m²

Auftragsumfang

Generalplanung

Ort

Wien, Österreich

Status

Idee

NGF

28.700 m²

MitarbeiterInnen

Suvi Repo (PL), Diana Jarincikova, Melina Blatt, Julia Sonnleitner, Asmir Mehic, Elisabeth Nobl, Sinem Firat, Nikola Buncic

Auszeichnungen

3. Preis

Statik

Werner Sobek Wien

Bauphysik

Schöberl & Pöll

Landschaftsplanung

Clemens Kolat

Brandschutzplanung

Hoyer Brandschutz

Weitere Kooperationspartner

Technische Ausrüstung: ZFG - Projekt, Kulturtechnik: Johann Steinbacher