Es lebe der Sport

Neubau Ballsportgymnasium
Viola Park, Wien

 

Gegenüber der Generali-Arena beim Verteilerkreis Favoriten, ganz nah bei der von uns geplanten FK-Austria-Nachwuchsakademie, entsteht der Viola Park. Ein Stadtentwicklungsgebiet mit Wohnungen, SeniorInnenheim, Kindergärten – und einem Sportgymnasium. Hier, direkt hinter der Ost-Tribüne, werden etwa 900 SchülerInnen lernen und sich ihrer sportlichen Karriere widmen. Denn das Ballsportgymnasium bietet Jugendlichen schulische Bildung und Ausbildung im Leistungssport.

Details

Auftraggeber

Bundesimmobiliengesellschaft

Status

In Bearbeitung

NGF

7.358 m²

Auszeichnungen

1. Preis

Schule mal anders

Am Vorplatz des Stadions, wo sich auf einem Parkplatz jetzt noch Autos aneinanderreihen, entsteht in den kommenden Jahren der Neubau des Wiener Ballsportgymnasiums. Hier werden etwa die LeistungssportlerInnen der Vienna Vikings, Vienna Capitals oder der Vienna D.C. Timberwolves die Schule besuchen. Als violette Kooperationsschule absolvieren auch die Nachwuchs- und AkademiespielerInnen von Austria Wien ihre schulische Ausbildung hier und profitieren von der direkten Anbindung zur Generali-Arena. Sie benötigen keine Standard-Schule, sondern eine, die auf ihre Bedürfnisse eingeht. So gibt es etwa keine Stammklassen und die SchülerInnen wechseln sich in Vor- und Nachmittagsschichten in den Unterrichtsräumen ab – ähnlich zu US-amerikanischen High Schools.

»Mit unserem Entwurf für das Sportgymnasium schaffen wir eine außergewöhnliche Schule für Nachwuchstalente, in der Sport zelebriert wird. In der Hauptrolle die drei Sportfelder große Turnhalle, auf deren Dach sich die SchülerInnen nach dem Training entspannen können.«

Friedrich Körner, Franz&Sue-Projektleiter

Inszenierung einer Turnhalle

In einem Ballsportgymnasium wird der Turnhalle eine besondere Rolle zuteil: Sie ist Dreh- und Angelpunkt der Schule, denn die Jugendlichen verbringen hier mindestens genauso viel Zeit wie in den Klassen. Drei Sportfelder umfasst die zweigeschoßige Halle, die sich über die komplette Länge des Gebäudes zieht. Sie ist einsehbar und präsentiert sich mit der verglasten Erdgeschoßzone stolz der Nachbarschaft. Im Inneren können die Jugendlichen von der öffenbaren Galerie in der Aula aus die Trainings ihrer MitschülerInnen beobachten. Auf das Überbauen der Halle haben wir bewusst verzichtet – auf dem Dach soll eine grüne Oase entstehen, welche das Mikroklima verbessert und allen SchülerInnen und PädagogInnen einen Ort der Erholung bietet.

»Die Eingangsebene räumt dem Turnsaal die gewünschte Präsenz im Herzen der Schule ein.«

Auszug aus dem Juryprotokoll

Mehrfach bespielbar

Die Aula mit ihren Sitzstufen bildet das kommunikative Herz der Schule. Sie lässt sich mit Mehrzweckraum und Speisesaal für Sportveranstaltungen oder Maturafeiern zusammenschalten, die Räume können aber auch individuell für den Unterricht, etwa zum Musizieren, genutzt werden. In der Mitte die zentrale Sitztreppe, die das Untergeschoß mit seinen Kabinen und Turnhallenzugängen mit den Lerngeschoßen verbindet.

»Das Projekt besticht durch eine Selbstverständlichkeit der funktionalen Zuordnung und Organisation über alle Geschoße.«

Auszug aus dem Juryprotokoll

Spiel mit Kanten

Die Schulgeschoße haben wir klar und einfach aufgebaut: Außen sind die Klassen angeordnet, innenliegend die Erschließungsflächen und die Homebases mit Garderoben, Lerninseln und Kommunikationszonen. Das Besondere: Jede der sechs Homebases verfügt über eine witterungsgeschützte Loggia für Unterricht oder Pausen im Freien. Diese entstehen, da wir das Gebäude nicht als langen Riegel konzipieren, sondern mit Knicken.

Die Gebäudekanten schmiegen sich an die Grundstücksgrenzen an, die Fassadenlänge wird gebrochen und wir gewinnen mehr Raum durch dieses geometrische Spiel. Die geknickte Grundrissform spiegelt sich auch in der Fassade wider: Die Parapete sind leicht nach außen geneigt und werden durch filigrane Profile verlängert. An diesen können die NutzerInnen den textilen Sonnenschutz je nach Bedarf ein- oder ausfahren. 

 

Grundriss Erdgeschoß

Grundriss Regelgeschoß

Lageplan

Index/Count
Auftragsart

EU-weiter, offener, einstufiger Wettbewerb

Auftraggeber

Bundesimmobiliengesellschaft

BGF

10.506 m²

Auftragsumfang

Generalplanung

Ort

Wien, Österreich

Status

In Bearbeitung

NGF

7.358 m²

MitarbeiterInnen

Friedrich Körner (PL), Elisabeth Nobl, Melina Blatt, Asmir Mehic

Auszeichnungen

1. Preis