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Im Grätzl auf ein Bier!

Bistro und Bar „Die Schwemme”, Wien

Direktauftrag

Schwemme Sebastian Laskowsky

Jahrzehntelang stand das kleine Gassenlokal im denkmalgeschützten Haus in der Marokkanergasse leer. Die Wirte, die um die Ecke erfolgreich das legendäre Gasthaus Gmoakeller betreiben, lugten beim Vorbeigehen immer wieder durch die Scheiben. Eines Abends taten sie dies gemeinsam mit uns, und wir philosophierten darüber, wie das ideale Grätzl-Beisl gestaltet sein müsste, damit wir uns darin wohlfühlen.

Ein gutes Beisl lebt: gemeinsam trinken, plaudern, lachen, eng sitzen, mit anderen sein!

 

Aus unseren Diskussionen und Überlegungen heraus ist mit der „Schwemme“ ein Lokal entstanden, das mit seinen nur 56m² Nutzfläche so klein ist, dass man sich darin schon allein räumlich näher kommen muss.

Schwemme Sebastian Laskowsky

Wertvolle Materialien

Markant ist die lange Schank — dahinter bereitet der Koch die Speisen live frisch zu und lässt sich dabei über die Schulter schauen. Mittags wird an der Theke gegessen, abends diskutieren hier die BesucherInnen des nahen Akademietheaters und Konzerthauses ihre Eindrücke, oder flüchtige Bekannte kommen über das neue Draft Bier ins Reden. Freunde rücken an den paar Tischchen zusammen, verbunden durch eine lange Bank und genügend Hocker.

In einem derart kleinen Lokal ist jeder Zentimeter wertvoll.

Barbara Hohensinn, Projektleiterin bei Franz&Sue

Die Einrichtung ist unaufdringlich, aber von spürbar wertigen Materialien geprägt: Die Wand ist mit grauen, in Spanien handgemachten, Fliesen versehen, ornamentale, flaschengrüne Zementfliesen schmücken den Boden, Hängeleuchten aus der bayerischen Manufaktur Lumisol spenden warmes Licht. Das gesamte Interieur stammt von einem lokalen Tischler, der dazu Eiche-Vollholz verwendet hat.

Schwemme Sebastian Laskowsky

Technisch komplex

Alle erforderlichen Gläser hängen über der Schank. Das spart nicht nur Platz, sondern gibt dem Bistro auch eine ganz eigene Eleganz.

Die angeleuchteten Gläser strahlen und funkeln am Abend wie Kristallluster.

 

Technisch war der im Zeitraum von Juni bis September 2016 realisierte Umbau durchaus komplex. Alle Veränderungen in dem denkmalgeschützten Haus wurden in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt geplant. Eine Herausforderung war der Einbau der erforderlichen Gastro-Lüftung in das Gebäude, die nicht wahrnehmbar sein durfte. Für eine gute, frische Zuluft wurde ein Luftbrunnen in den Innenhof gegraben, ein bestehender Waschküchen-Kamin konnte schlussendlich für die Abluft genutzt werden.

Schwemme Sebastian Laskowsky

Beisl Die Schwemme Marokkanergasse Wien
Grundriss

Details

Auftragsart

Direktauftrag

Auftragsumfang

Generalplanung und ÖBA

Auftraggeber

Alexander und Sebastian Laskowsky

Website

www.dieschwemme.at

Ort

Wien

Planung

2015

Realisierung

2016

Status

Realisiert

NGF

56 m²

Mitarbeiter

Barbara Hohensinn (PL), Karin Hackl

Kooperation

Statik

DI Margarete Salzer

Bauphysik

kppk ZT GmbH

Gebäudetechnik

Zencon GmbH

Fotografie

Andreas Buchberger

Downloads

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Falter

Kurier