Mitten im Zweiten

Wohnbebauung Nordbahnhof, Wien

Der Nordbahnhof in Wien ist Geschichte. Auf dem rund 85 Hektar großen, einstigen Bahnareal ist in den vergangenen Jahren ein großes, neues Wohngebiet entstanden. Das neue Nordbahnviertel ist zentrumsnah, verkehrsberuhigt und hat eine große Lücke im zweiten Bezirk geschlossen. An der Hauptader des neuen Stadtquartiers, der Bruno-Marek-Allee, haben wir einen Wohnbau mit 36 Eigentumswohnungen und 102 Mietwohnungen entwickelt.

Details

Fotografie

David Schreyer

Auftraggeber

KIBB Immobilien GmbH

Status

Realisiert

NGF

10.449 m² Wohnnutzfläche

Baukosten

15,6 Mio. €

»Unser Wohnbau an der Bruno-Marek-Allee setzt ein Statement im Herzen des neuen Nordbahnviertels. Eine kleinteilige Struktur für vielfältiges Wohnen und darunter eine öffentliche Erdgeschoßzone, die das Grätzl belebt und bereichert.«

Wohnen mit Freiraum

Die Wohnungsgrößen von 47 bis 128 m² mit eigenen Freiräumen bieten beste Voraussetzungen für eine individuelle und vielfältige Nachbarschaft. Besonders reizvoll finden wir die durchgesteckten Wohnungen mit Ausblick auf die Promenade und den gemeinschaftlichen Wohnpark.

Gesellig im Erdgeschoß

Mittlerweile ist es guter Standard, dass öffentliche Erdgeschoßzonen in Wohngebieten für mehr Durchmischung sorgen und ein belebtes Grätzl erst möglich machen. Die gesamte Bruno-Marek-Allee folgt diesem Konzept und dafür haben wir offene Grundrisse entworfen, die nachhaltig flexibel nutzbar sind. Eine Postfiliale, Geschäfte und Restaurants locken Bewohner:innen der gesamten Nachbarschaft an. Die großzügige Raumhöhe von vier Metern setzt die öffentliche Nutzung optisch von den Wohngeschoßen ab. Hofseitig bietet eine Säulenarkade im Sommer Schutz vor der Sonne.

»Die zusammengesteckten Häuser mit unterschiedlichen Gebäudehöhen tanzen angenehm aus der Reihe und geben der Wohnadresse Charakter.«

Die Verbindung im neuen Viertel

Die Bruno-Marek-Allee zieht sich als lange, mit Bäumen gesäumte Verbindungsachse durch das neue Stadtquartier und führt über die Taborstraße bis zur „Freien Mitte“ – der großen Stadtwildnis, an der wir auch unser erstes Wohnhochhaus realisiert haben. Die Straße verbindet Wohnen, Arbeiten, Bildung und Freizeit im Viertel, das städtebaulich ein neues Kapitel in Wien aufgeschlagen hat. Der öffentliche Verkehr ist mit einer Verlängerung der Straßenbahnlinie O nachgezogen. 

Kleinteilig aus der Reihe tanzen

Statt eine typische Wohnzeile hinzustellen, haben wir eine Reihe an Häusern mit unterschiedlichen Gebäudehöhen und Rücksprüngen gebaut. Die kleinteilige Struktur ermöglicht Dachgärten sowie zusätzliche Balkone und Loggien für die Mietwohnungen. Die Eigentumswohnungen befinden sich im Haus am Knick zur Schweidlgasse, das durch weiträumige, in den Stadtraum ragende Balkone mehr Freiräume und spannende Kontraste schafft. Eine Wohnadresse, die sich schlicht und selbstverständlich ins Stadtbild integriert und doch angenehm aus der Reihe tanzt.

»Hier wird eine Lebensqualität ermöglicht, die man sonst nur vom Wohnen am Stadtrand kennt – mit Weitläufigkeit und Raum für Privatsphäre. Und das Ganze mitten im Zweiten, am Puls der Stadt.«

Rückblick ins Jahr 2019: Ein neuer Stadtteil wächst

Grundriss Regelgeschoß

Ansicht

Lageplan

Index/Count
Auftragsart

Direktauftrag

Auftraggeber

KIBB Immobilien GmbH

Realisierung

2017–2018

BGF

14.421 m²

Auftragsumfang

Entwurf bis zur Einreichung, Leitdetailplanung, KO

Ort

Wien

Status

Realisiert

Baukosten

15,6 Mio. €

Planung

2015–2016

NGF

10.449 m² Wohnnutzfläche

Team

David Kovařík (PL), Björn Haunschmid-Wakolbinger (PL), Eva Fischer, Diogo Cruz

Statik

Danmayr

Bauphysik

Kern+Ingenieure

Gebäudetechnik

Kainer

Landschaftsplanung

Carla Lo

Brandschutzplanung

Kern+Ingenieure

Kostenmanagement

KIBB Immobilien 

Fotografie

David Schreyer