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Auf allen Ebenen

Schulen am See in Hard, Vorarlberg

EU-weit offener Wettbewerb, 3. Platz

Schulen am See Hard

Funktionen

Sämtliche Module mit ihren Lernzonen sind nördlich der Dorfstrasse situiert. An der Südseite liegen die Halle und das Restaurant im Erdgeschoss, die Verwaltung und Bibliothek im ersten, die Spezialunterrichtsbereiche im zweiten Obergeschoss. An der Westseite sind die Sportbereiche gruppiert.

Alle neun Module sind in ihrer Organisation und Orientierung gleichwertig. Jeweils drei Module z.B. für Grundstufe 1 können sowohl horizontal (z.B. im Erdgeschoss) aber auch vertikal über drei Geschosse mit eigenem Pausenhof kombiniert werden. Sowohl die Unterrichtsräume und Gruppenräume als auch der Lehrerarbeitsraum orientiert sich zu einer zentralen Lernlandschaft. Jedes Modul grenzt sich von der Erschließungszone klar ab und schafft somit die gewünschte Rückzugsmöglichkeit. Jeweils drei Module auf drei Ebenen orientieren sich über Terrassen bzw. Loggien zu einem geschützten Pausenhof. Über eine Außentreppe ist sowohl der Zugang in den Hof als auch eine einfache Fluchtwegführung gegeben.

Die Halle bildet gemeinsam mit dem Musiksaal einen großzügigen Eingangsbereich der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Das Schulrestaurant liegt an zentraler Stelle im Erdgeschoss mit Sichtbeziehung zum Vorplatz aber auch in einen Pausenhof. Die Turnsäle liegen am westlichen Ende der Erschließungsachse und somit in unmittelbarer Nähe zu den angrenzenden Sportstätten im Außenbereich.

Die Bibliothek soll durch ihre prominente Lage im ersten Obergeschoss an der Erschließungsachse zum Lesen einladen. Ein vorgelagerter Lesehof wertet diesen Bereich zusätzlich auf. Ebenfalls zentral im ersten Obergeschoss und somit mit kurzen Wegen zu den Modulen befinden sich die Lehrerarbeitsbereiche und die Verwaltung. Die Räume der Nachmittagsbetreuung zeichnen sich durch ihre Nähe zu den Sportbereichen aus.

Im zweiten Obergeschoss gruppieren sich die weiteren Spezialunterrichtsbereiche um die beiden südseitig gelegenen Werk- und Malhöfe.

 

Erschließung

Der Haupteingang und der Zugang zum Sport liegen gegenüber der Sport- und Eishalle und teilen sich mit dieser einen gemeinsam Vorplatz. Die drei Garderoben haben zur besseren Aufteilung der Verkehrsströme jeweils einen eigenen Eingang von außen und liegen in unmittelbarer Nähe zu den Modulen bzw. Stiegen.

Das gesamte Gebäude ist zur einfachen Orientierung über eine zentrale Wegachse erschlossen. Die „Dorfstraße“ wird durch offene Stiegen und Lufträume zu einem Ort der Kommunikation und des Austausches und bietet auf zwei Ebenen Einblick in den Turnsaal.

Schulen am See Hard

Städtebau und Architektur

Neben den großvolumigen Baukörpern der Sport- und Eishalle setzt der Neubau nach außen mit seiner klaren Geometrie in einem heterogenen Umfeld ein starkes Zeichen. Mittels Einschnitten wird die große Form strukturiert und reagiert auf den kleineren Maßstab der Einfamilienhausbebauung.

Durch die Einschnitte entstehen auf allen Ebenen Höfe mit unterschiedlichen Qualitäten welche Licht in die Unterrichtsbereiche und Erschließung bringen. Die unterschiedlichen Proportionen der Einschnitte ermöglichen differenzierte Außenräume.

 

Freiraum

Der Neubau schafft durch seine Position am Grundstück differenzierte Außenräume und bildet mit der Sporthalle einen teilweise gefassten Platz. Grüninseln mit Bäumen und Sonnenterrassen gliedern die große Fläche in überschaubare Einheiten. Durch die Einschnitte in den Baukörper entstehen geschütze Höfe mit unterschiedlichen Nutzungen und Orientierungen. Die Themenhöfe für den Spezialunterricht orientieren sich zur Sporthalle, die Pausenräume zum Grünraum.

Unter dem auskragenden Vordach im Erdgeschoss sind gedeckte Fahrradstellplätze in unmittelbarer Nähe zu den Eingängen situiert. Weitere Stellplätze befinden sich am Vorplatz im Bereich der Einmündung des Radweges. Die geforderten Pkw-Stellplätze sind mit dem Ziel der Entflechtung von motorisiertem Verkehr und Fußgängern bzw. Radfahren im südliche Teil des Grundstückes angeordnet. In diesem Bereich befindet sich auch die Remise.

Details

Auftragsart

EU-weit offener Wettbewerb

Auszeichnung

3. Platz

Auftraggeber

Marktgemeinde Hard

Ort

Hard, Vorarlberg

Planung

2013

Status

Idee

NGF

11.700 m²

BGF

14.100 m²

Mitarbeiter

Caro Berger