Skip to main content

Körper der Forschung

Anatomielehrstuhl Med Uni Graz

EU-weit nicht offener einstufiger Wettbewerb, 1. Preis

Anatomieinstitut Med Uni Graz

Nach Jahren an verstreuten Standorten der Med Uni Graz bekommt die Anatomie ein eigenes Gebäude. Früher war hier die Pathologie beheimatet: An der Grenze zum Leechwald im Nordosten von Graz, wo das Areal des LKH-Univ.Klinikums ausläuft. Leicht versteckt, im Schatten anderer medizinischer Einrichtungen – die „unbequemen“ Teilbereiche der Forschung fristen häufig eine Randexistenz. Wir nützen die Adaptierung und Erweiterung des Institutsgebäudes, um der Anatomie das repräsentative Quartier zu geben, das sie verdient.

Wir werden der Anatomie, einem traditionell wenig sichtbaren Bereich der Medizin, ein stolzes und offenes Gebäude geben.

 

Anatomieinstitut Med Uni Graz
Grundriss Erdgeschoss

Baukörper mit Gesicht

Wir setzen am historischen Bestandsgebäude an, dem bisher ein wesentliches Element gefehlt hat: Ein zentraler Eingangsbereich, an dem sich StudentInnen, MitarbeiterInnen und BesucherInnen sammeln, unterhalten und orientieren können. Dafür aktivieren wir die geschlossene Ostseite des Gebäudes, die durch ihre Orientierung zu Straße und Klinikum quasi prädestiniert für den Haupteingang ist. Im Inneren brechen wir einen Teil des ersten Stockwerks ab und schaffen ein helles, offenes Foyer, das die gesamte Anlage aufwertet und mit der Öffentlichkeit verbindet.

Anatomieinstitut Med Uni Graz
Schnitt

Blicke nach innen und außen

Vom Foyer aus geht es in die Tiefe, wo wir den größten Einschnitt am Grundstück machen: Als Verbindungsstück zwischen Bestand und unserem Neubau graben wir ein Untergeschoss für den neuen großen Hörsaal. Oberirdisch bleibt Platz für einen grünen Ruhebereich und gleichzeitig erweitern wir das Repertoire des Instituts um einen Mehrzweckbereich für Veranstaltungen, Vorträge etc. Das offene, kommunikative und zeitgemäße Selbstbild der Med Uni Graz wird nun auch durch das Gebäude vermittelt.

Insbesondere die großzügige Stärkung der Mitte auf zwei Ebenen lässt eine vitale und lebensfrohe Studierwelt erwarten.

Auszug aus dem Juryprotokoll

Das Studium und die Lehre der Anatomie erfordern auch Bereiche, die gesichert und nur limitiert zugänglich sind. In diesem Kontrast zwischen offenen und geschlossenen Zonen liegt die Herausforderung bei diesem Projekt. Vor allem in unserem zweistöckigen Neubau, in dem unter anderem die Seziersäle und der Leichenkeller untergebracht sind, legen wir Wert auf Balance und Abgrenzung zwischen geschützten Räumen für Forschung im pietätvollen Rahmen und Bereichen für interdisziplinären Austausch.

Anatomieinstitut Med Uni Graz
Ansichten

Am Ende geht es uns darum, einen pietätsvollen Rahmen für das Forschen am Menschen und für den Menschen zu schaffen – einen Ort, an dem klinische Forschung ebenso ihren Raum hat wie respektvolles Arbeiten oder angeregte Diskussion.

 

Wir bauen auf Bildung

Mit dem Lehrstuhl für Anatomie leisten wir unseren Beitrag zu einem der größten Bauprojekte des Landes – rund um das Areal des LKH-Univ.Klinikums entsteht im Moment auf 4,3 Hektar ein moderner Lehr-, Forschungs- und Kommunikationscampus. Einige Kilometer weiter, in Leoben, planen wir derzeit außerdem ein Studienzentrum der Montanuniversität und sanieren bzw. erweitern das Bildungszentrum Leoben.

Anatomieinstitut Med Uni Graz
Grundrisse Obergeschoss und Untergeschoss 1

Anatomieinstitut Med Uni Graz
Lageplan

Details

Auftragsart

EU-weit nicht offener einstufiger Wettbewerb

Auftragsumfang

Generalplanung

Auszeichnung

1. Preis

Auftraggeber

Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.

Ort

Graz

Planung

2018

Status

In Bearbeitung

NGF

4.348 m²

BGF

8.149 m²

Mitarbeiter

Thomas Rögelsperger (PL), Anna Ladurner, Suvi Repo, Lara Baler

Kooperation

Statik

kppk ZT GmbH

Bauphysik

kppk ZT GmbH

Gebäudetechnik

Zentraplan Planungsges.mbH

Brandschutzplanung

Norbert Rabl Ziviltechniker GmbH