Körper der Forschung

Anatomielehrstuhl Med Uni Graz, Steiermark

Wettbewerbsgewinn

Endlich gliedert sich der Lehrstuhl für Anatomie mit seinem Institutsgebäude in den MED CAMPUS Graz ein. Dafür sanieren wir den denkmalgeschützten Bestand und bauen ihn weiter. Ein Ort der konzentrierten Forschung an Leichnamen aber auch der lebendigen Lehre und Kommunikation.

Details

Auftraggeber

Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.

Status

In Bearbeitung

NGF

4.348 m²

Auszeichnungen

1. Preis

Jahrelang war die Med Uni Graz auf verschiedene Standorte in der Stadt verteilt, nun siedeln sich die verschiedenen Institute am MED CAMPUS Graz in mehreren Neubauten gebündelt an. Wir sanieren und erweitern dafür den ehemaligen Sitz der Pathologie in der Peripherie von Graz zu einem repräsentativen Bildungsinstitut, das Teil eines der größten Bauprojekte des Landes ist. Rund um das Areal des LKH-Universitätsklinikums entsteht auf 4,3 Hektar in den kommenden Jahren ein moderner Lehr-, Forschungs- und Kommunikationscampus.

»Wir geben der Anatomie, einem traditionell wenig sichtbaren Bereich der Medizin, ein selbstbewusstes, offenes Gebäude für Forschung und Lehre.«

Mit neuem Gesicht

Wir setzen am aus dem Jahr 1912 stammenden denkmalgeschützten Gebäude an, dem bisher ein wesentliches Element gefehlt hat: ein zentraler Eingangsbereich, der Orientierung gibt, die Studierenden, MitarbeiterInnen und BesucherInnen empfängt und als Verteiler für das Haus dient. Dafür öffnen wir die bisher geschlossene Ostseite, die durch ihre Orientierung zur Straße und zum benachbarten Klinikum prädestiniert für den Haupteingang ist. Im Inneren brechen wir einen Teil des ersten Stockwerks ab und schaffen so ein helles, einladendes Foyer, das sich zum öffentlichen Stadtraum öffnet und damit die gesamte Anlage aufwertet.

»Insbesondere die großzügige Stärkung der Mitte auf zwei Ebenen lässt eine vitale und lebensfrohe Studierwelt erwarten.«

Auszug aus dem Juryprotokoll

Balance zwischen Offenheit und Abgrenzung

Moderner Neubau trifft auf historische Substanz.Vom Foyer aus geht es in die Tiefe, wo wir den größten Einschnitt am Grundstück vornehmen: Als Verbindungsstück zwischen Bestand und unserem Neubau graben wir ein neues Untergeschoß für einen großen Hörsaal für 500 Studierende. Gleichzeitig erweitern wir das Institut um einen Mehrzweckraum für Veranstaltungen und Vorträge. Oberirdisch entsteht zwischen Alt- und Neubau ein grüner Innenhof. Das Studium und die Lehre der Anatomie erfordern auch Bereiche, die gesichert und nur limitiert zugänglich sind. In diesem Kontrast zwischen offenen und geschlossenen Zonen liegt die Herausforderung bei diesem Projekt, vor allem im zweistöckigen Neubau, in dem unter anderem zwei Seziersäle mit 70 Tischen und der Leichenkeller untergebracht sind.

»Am Ende geht es uns darum, einen pietätvollen Rahmen für das Forschen am toten Menschen für die lebenden Menschen zu schaffen, einen Ort für kontemplative und konzentrierte Forschung, aber auch der Lebensfreude, Lehre und Kommunikation.«

 

Grundriss Untergeschoß

Grundriss Erdgeschoß

Grundriss Regelgeschoß

Ansichten

Lageplan

Index/Count
Auftragsart

EU-weit nicht offener einstufiger Wettbewerb

Auftraggeber

Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.

Realisierung

Ab 2020

BGF

8.149 m²

Auftragsumfang

Generalplanung

Ort

Graz

Status

In Bearbeitung

Planung

2018-2020

NGF

4.348 m²

MitarbeiterInnen

Thomas Rögelsperger (PL), Anna Ladurner (PL), Daniel Krawczyk, Leire Azkarate, Carla Kuhn, Linda Ercusi, Tanja Marben, Magdalena Brodka, Thomas Huck, Barbara Weber, Horst Bernhard, Daniel Kleber, Ajdin Vukovic, Ventsislav Kartselin, Louai Abdul Fattah, Nina Gromoll, Suvi Repo, Julia Sonnleitner, Lara Baler, Leo Hollmann, Angela Lulati, Werner Maiacher

Auszeichnungen

1. Preis

Statik

kppk ZT GmbH

Bauphysik

kppk ZT GmbH

Gebäudetechnik

Zentraplan Planungsges.mbH

Brandschutzplanung

Norbert Rabl Ziviltechniker GmbH

Medizintechnik

Arge Limet-Made

Weitere Kooperationspartner

Rajek Barosch