Drei Fühler ins Grüne
AHS Sonnenallee, Wien-Aspern,
Wettbewerbsgewinn

Die Seestadt Aspern ist eines der wichtigsten und bekanntesten Stadtentwicklungsgebiete Wiens. Bis in die 2030er-Jahre entsteht hier nördlich der Donau ein neuer Stadtteil für 25.000 Menschen. Drei Schulen wurden hier schon gebaut, nun hat es endlich auch mit unserem ersten Projekt in der Seestadt geklappt. Wir planen das neue Gymnasium für 900 Schüler:innen an der Sonnenallee, der für die Seestadt so identitätsstiftenden vier Kilometer langen Ringstraße.
Details
Auftraggeber
Bundesimmobiliengesellschaft
Status
In Arbeit
Baukosten
33 Mio. €
Auszeichnungen
1. Preis
Mit einladender Geste
Von der U2-Endstation kommend betritt man die Schule über den zentralen Vorplatz, gartenseitig strecken sich drei „Fühler“ ins Grüne. Schon vom Eingang aus hat man einen direkten Blick in den Schulgarten. Die Aula mit der zentralen Sitztreppe ist im offenen Erdgeschoß die Schnittstelle zu Garderobe, Mehrzwecksaal, Kantine und Lehrendenwelt. Diese für eine Ganztagsschule wesentliche Kommunikationsdrehscheibe für die Pädagog:innen ist mit großem Aufenthaltsbereich samt überdachter Terrasse besonders großzügig.
Urbanität und Vorplatz
Fühler in den Garten
»Die Cluster für die Unterstufe und die Homebases für die Oberstufe orientieren sich mit ihren geschützten Loggien zum Garten. Für mich ist das eine Weiterentwicklung unserer Bemühungen im Schulbau: Hochwertige, gut nutzbare Freibereiche gestalten.«
Robert Diem, Franz&Sue-Partner
Lernzonen und Homebases
Die Klassen der Unterstufe sind in fünf Clustern mit Lernzonen in den beiden äußeren Fühlern des Gebäudes angeordnet. Im mittleren Arm befinden sich die Homebases für die Oberstufe. Hier wird im Departmentsystem ohne fixe Stammklassen unterrichtet. Die nach Fachgruppen gegliederten Unterrichtsräume sind zu den Straßenseiten orientiert – sie bilden den starken Rücken des Gebäudes. Zur Gartenseite hin öffnet sich das Haus. Auch die zentralen Erschließungsbereiche mit den Lerninseln sind hell und transparent und bieten freien Blick ins Grüne. Die Cluster und Homebases sind durch die Lage an den Gebäudeenden jeweils mehrseitig belichtet und verfügen mit überdachten Loggien allesamt über einen direkten Zugang ins Freie.
Gute Orte für die Unter- und Oberstufe
Starker Rücken – Bezug ins Grüne
Langlebige Struktur
Der starke Rücken erlaubt eine langfristige Nutzung des Baukörpers unabhängig von heutigen Konventionen. Die kammförmige, offene Figur zum Garten versorgt den Baukörper großzügig mit Tageslicht. Sie schafft einen starken Bezug ins Grüne mit überdachten Freiräumen auf jeder Ebene. An den massiven Kern dockt die Holzhybridkonstruktion mit offenem Stützenraster an – eine flexible und langlebige Struktur, die auch zukünftige Anforderungen leicht aufnehmen kann.

»In diese Schule werden wir gerne hineingehen.«
Auszug aus dem Juryprotokoll
Auftragsart
EU-weit offener, einstufiger Realisierungswettbewerb
Auftraggeber
Bundesimmobiliengesellschaft
BGF
12.553 m²
Auftragsumfang
Generalplanung
Ort
Seestadt Aspern, Wien
Status
In Arbeit
Baukosten
33 Mio. €
Team
Casper Bellink, Claude Probst, Isabella Merz, Julia Hottenbacher
Auszeichnungen
1. Preis
Landschaftsplanung
3:0 Landschaftsarchitektur
