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Wohnen, wo einst Wildnis war

Wohnbebauung Bruno Marek Allee, Nordbahnhof Wien

Entwicklung für KIBB

Der Nordbahnhof in Wien wurde aufgelassen, und wo dann Unkraut wucherte und städtische Wildnis herrschte, entsteht seit einigen Jahren ein großes, neues Wohngebiet gleich beim Praterstern. Es ist zentrumsnah, verkehrsberuhigt und wird in den kommenden Jahren eine große Lücke im zweiten Bezirk schließen.

Unser Wohnbau an der Bruno Marek Allee setzt ein Statement im Herzen des Entwicklungsgebiets Nordbahnhof Wien. Eine kleinteilige Struktur für vielfältiges Wohnen und darunter eine öffentliche Erdgeschosszone, die das Grätzl belebt und bereichert.

Wohnen mit Freiraum

An der Hauptader dieses Entwicklungsgebiets, der Bruno Marek Allee, haben wir einen Wohnbau mit 36 Eigentumswohnungen und 102 Mietwohnungen entwickelt. Die Wohnungsgrößen von 47 bis 128 m² mit eigenen Freiräumen bieten beste Voraussetzungen für eine individuelle und vielfältige Nachbarschaft. Besonders reizvoll finden wir die durchgesteckten Wohnungen mit Ausblicken auf die Promenade und den gemeinschaftlichen Wohnpark.

Gesellig im Erdgeschoss

Mittlerweile ist es guter Standard, dass öffentliche Erdgeschosszonen in Wohngebieten für mehr Durchmischung sorgen und ein belebtes Grätzl erst möglich machen. Die gesamte Bruno Marek Allee folgt diesem Konzept und dafür haben wir offene Grundrisse entworfen, die nachhaltig flexibel nutzbar sind. Eine Postfiliale, ein Biobäcker, ein Reformladen und das österreichisch-orientalische Restaurant Habibi & Hawara locken Bewohnerinnen der gesamten Nachbarschaft an. Die großzügige Raumhöhe von vier Metern setzt die öffentliche Nutzung optisch von den Wohngeschossen ab, eine Säulenarkade bietet im Sommer Schutz vor der Sonne.

Die zusammengesteckten Häuser mit unterschiedlichen Gebäudehöhen tanzen angenehm aus der Reihe und geben der Wohnadresse Charakter.

Kleinteilig aus der Reihe tanzen

Die Bruno Marek Allee zieht sich als langer, von Bäumen gesäumter Boulevard bis zum neuen Wohnquartier „Freie Mitte” an der Taborstraße, wo wir zur Zeit ein Wohnhochhaus planen. Sie verbindet Wohnen, Arbeiten, Bildung und Freizeit in einem Viertel, das städtebaulich ein neues Kapitel in Wien aufschlägt. Der öffentliche Verkehr zieht mit einer Verlängerung der Straßenbahnlinie O inklusive Grüngleis nach, die bereits Ende 2020 fertig sein soll.

Statt eine typische Wohnzeile hinzustellen, haben wir daher eine Reihe an Häusern mit unterschiedlichen Gebäudehöhen und Rücksprüngen gebaut. Die kleinteilige Struktur ermöglicht Dachgärten sowie zusätzliche Balkone und Loggien für die Mietwohnungen. Die Eigentumswohnungen befinden sich im Haus am Knick zur Schweidlgasse, dass durch weiträumige, in den Stadtraum ragende Balkone mehr Freiräume und spannende Kontraste schafft. Eine Wohnadresse, die sich schlicht und selbstverständlich ins Stadtbild integriert und doch angenehm aus der Reihe tanzt.

Hier wird eine Lebensqualität ermöglicht, die man sonst nur vom Wohnen am Stadtrand kennt – mit Weitläufigkeit und Raum für Privatsphäre. Und das Ganze mitten im Zweiten, am Puls der Stadt.


Wohnbebauung, Bruno Marek Allee / Nordbahnhof
Grundriss Regelgeschoss

Wohnbebauung, Bruno Marek Allee / Nordbahnhof
Ansicht

Wohnbebauung, Bruno Marek Allee / Nordbahnhof
Lageplan

Details

Type of commission

Direktauftrag

Scope of commission

Entwurf bis zur Einreichung, Leitdetailplanung, KO

Client

KIBB Immobilien GmbH

Location

Wien

Design

2015–2016

Construction

2017–2018

Status

Realisiert

Net usable floor area

10.449 m² Wohnnutzfläche

Gross floor area

14.421 m²

Building costs

15,6 Mio. €

Team

David Kovařík (PL), Björn Haunschmid-Wakolbinger (PL), Eva Fischer, Diogo Cruz

Cooperation

Structural engineer

Danmayr ZT

Building physics

Kainer GmbH

Building services

Kainer GmbH

Landscape planning

Carla Lo Landschaftsarchitektur

Fire safety planning

Kainer GmbH

Cost management

KIBB Immobilien GmbH

Photography

David Schreyer